Eines der Urgesteine des Stuttgarter Nightlife. Die Betreiber schaffen es seit über 25 Jahren die Massen zu begeistern. Immer wieder eine Reise wert.
Die Macher rufen im Januar 2004 "Reloaded". Soll heißen, dass das neue Team, Inhaber Peter Justmann und Betriebsleiter Sven Genthner, das im Sommer 2003 den Perkins Park übernommen hat, neu durchstarten möchte. Neben den Klassikern wie "Oldies and Goldies" und "Rosenberg oder Tal" steht ab sofort eine Single-Party (donnerstags) auf dem Programm und regelmäßig angesagte House-DJs stehen hinter den Plattentellern.
Der Stil: Dass es den Perkins Park schon seit 1980 gibt, müsste nicht explizit als Werbezeile unter dem Namen stehen. Das ist angesichts der Einrichtung unübersehbar. Verspiegelte Säulen säumen wie anno dazumal den so genannten Catwalk, der zu den Tanzflächen und ins Bistro führt, edler Marmor wechselt sich mit Teppichboden ab. Als "Nobeldiscothek" ist der Club über Stuttgarts Kesselrand hinaus bekannt. "Wenn es nobel ist, dass bei uns zum Beispiel die Aschenbecher aus Porzellan sind, dann haben wir eine Nobeldisco", so Genthner, Niveau wolle man jedenfalls schon bieten. Nur das hartnäckige Vorurteil, dass man den Perkins Park in Turnschuhen nicht betreten darf, will Genthner nicht bestätigen - nur "trendig" müsse das Schuhwerk sein.
Das Publikum: Mittwochs tanzen hier wahrscheinlich die Nachkommen derer, die ihre Jugend selbst mal im Park verbracht haben, also die Jüngsten. Freitags erinnern sich die Älteren bei Musik aus den achtziger Jahren an die Zeit der Dauerwellen und anderer Verlockungen. Samstags laden House-DJs trendbewusste Gäste auf Stuttgarts noble Höhe, und sonntags feiern überwiegend Italiener die "Supernotte".
Die Drinks: Ein Durstiger sollte nicht allzu viel Zeit mit dem ausführlichen Studieren der Karte verbringen - bis man vom Barpersonal als ein solcher wahrgenommen wird, kann ziemlich viel Zeit vergehen. Flink huscht dafür das Messer durch das Obst, bis es die Form ordentlicher Dekoration angenommen hat und am Glasrand landet. Das fliegende Känguru, "Flying Cangaroo" genannt, oder auch der Ramazotti Sour machen Lust auf erheblich mehr und vernebeln teuflisch schnell den Blick auf die Preise - und die Lochkarte.
Die Preise der Getränke werden mit einer kleinen Zange auf der Lochkarte festgehalten. Weil das Muster darauf schnell unübersichtlich wird, kann der Schreck recht groß sein, wenn am Ausgang die Löchlein zusammengerechnet werden und diese mit Bargeld gestopft werden müssen. Besser man merkt sich ein paar Eckdaten zu den Drinks. Dass ein Long Island Ice Tea immerhin ein Zehn-Euro-Loch ins Budget reißt zum Beispiel oder ein Caipirinha 8 Euro kostet. Das Wasser gibt’s für 2,50 Euro, einen Milchkaffee für 3,50 Euro und ein Pils für 3,50 Euro.
Der Weg: Da sich der Perkins Park in prominenter Nachbarschaft befindet, die Messe oder auch der Höhenpark Killesberg nur einen Steinwurf weit entfernt sind, finden auch Ortsunkundige im Nu die Adresse. Die Parkplatzsuche dauert länger, und nur Optimisten schleichen die Straße direkt vor dem Club auf und ab in der Hoffnung auf eine Lücke. Schneller und bequemer ist die Fahrt mit der U 7 bis zur Haltestelle Messe/Killesberg. Ein kleiner Baldachin markiert die Stelle, an der die Steinstufen hinauf zum Eingang führen. Je nach Andrang ist man aber selbst nach dem Treppensteigen noch nicht am Ziel: Schlange stehen heißt die letzte Disziplin.
Der Perkins Park im Internet:
www.perkins-park.de
Anfahrt
Stresemannstr. 39, 70191 Stuttgart
Webseite
http://www.perkins-park.de